Whose Baby

 

Platzierung: 7/12

Spirit: n.a.

Wer: Lenni, Kerstin, Martin, Fred, Anja, Felix, Anna, Michi, Hede, Sophie, Franzi, Korbi, Simon

 

Bericht:

Vom 13 bis 14 August fand in Prag das alljährliche internationale Turnier der „Prague Seven“ statt.

Bereits am frühen Freitagmorgen machten sich zwei Autos auf den Weg in die sehr schöne Hauptstadt Tschechiens, um bei etwas Nieselwetter die touristischen Attraktionen der Stadt zu bestaunen. Am Abend stieß dann noch die arbeitende Bevölkerung dazu. Aus guter Tradition traf man sich am Autobahnkreuz um in dem hiesigen Supermarkt das Abendbrot und etwas flüssig Nahrung für den folge Abend zu besorgen.

 

Nach dem Abendessen am Platz bei entspannter Musik, warmen Temperaturen und dem ein oder anderen Bier wurde noch ein wenig geworfen. Beim JamCan wurde schon mal eine Duftmarke gesetzt wie das Wochenende verlaufen sollte. Dabei wurden das Spiel, bei dem man auf eine Tonne mit Schlitz wirft und punktet, indem man direkt oder mit Hilfe eines Partners in die Tonne trifft, um die (später so von anderen Teams adaptierte) „German Rule“ – mit Getränk in einer Hand – erweitert.

Dennoch fanden alle relativ früh ins Bett und am nächsten Tag konnten 10 ausgeschlafene Regensburger und drei etwas später dazu gestoßene Geretsrieder das Turnier bei herrlichstem Sonnenschein angehen.

 

Im ersten Spiel wartete ein weitgereistes Niederländisches Team aus Utrecht auf uns. „UTKA“ startete in das Turnier wohl nach einer längeren Trainingspause und das merkte man ihrem Spiel auch an. Mit unserer Zone kamen sie kaum zu Recht und es fehlte noch einiges an Abstimmung. Wir hingegen konnten viele schnelle Punkte machen, da unsere Damen dem Aufbau gut Druck machten und im Feld die Jungs einfach viel Raum wegnahmen. Dennoch waren sie letztendlich gefühlt stärker als das 11:5 am Ende aussagte.

Mit zwei Spielen Pause, folgte das Spiel gegen den Gastgeber Prague7, die schier an unserer Effektivität in der Offence als auch unserer Zone verzweifelten. Schnell stand es 7:1 und der Siegeswille der Tschechen war dahin. Wir konnten dieses Spiel als einziges am Wochenende im Hard Cap mit 15:3 gewinnen.

Nach einer langen Mittagspause wartete der Dauerbrenner des letzten Jahres auf uns, Hallodigaz aus Ungarn. Es war das erwartet schwere Spiel. Nicht einmal weil es physisch hoch her ging, sondern weil es ein Spiel des Willens und der Konzentration war. Beide Teams spielten ihre Zonen. Wir fanden unser Mittel gegen ihre in einem extrem schnellen und laufintensiven Handling Game, weleches jedoch auch fehleranfällig war. Hallodigaz konzentrierte sich auf seine Stärke: ruhiges, handlerbasiertes Spiel. Mit einer unfassbaren Präzision in allen Knives und Hammers (auch bei aufkommendem Wind), gepaart mit der stärksten Catchingleistung des Turniers, war es ein Spiel auf Augenhöhe und ging folgerichtig in den Universpoint. Wir versuchten mit einer letzten Zone und viel Druck im Mark die Handler doch zu einem überhasteten Wurf zu zwingen. Dieser kam dann auch mit einem sehr hohen, unplatzierten Hammer, doch war das Fangspiel der Ungarn in diesem Spiel absolut überragend. Mit einem Dive auf die sinkende Scheibe zu und nur wenige cm über dem Boden wurde der Hammer in unserer Endzone gefangen. Ein verdienter Sieg, der den Ungarn Platz 1 im Pool bescherte.

Unser letztes Spiel am Samstag war gegen „4 Hands“ aus Wroclaw, Polen. Wie fast jedes polnische Team, verfügte auch 4 Hands über eine Armada aus athletischen Spielern. Vor allem ihre Frauen setzten unseren 5 Frauen, die doch schon recht viel Spielzeit in den Knochen hatten, ordentlich zu. Natürlich versuchten wir unsere Zone zu stellen, doch wie wir gegen die Ungarn, zerpflückten die Polen unsere Zone mit einem High-Speed Kurzpass Spiel. Wir stellten um auf Mann und nahmen den athletischen Wettkampf an. In diesem Spiel lief dann auch unser Deepgame auf Hochtouren. Huck um Huck fand sein Weg zu unseren Receivern und war doch mal kein Angebot offen konnte immer ein Handler angespielt werden. Vom Spielflow her eins unserer besten Spiele gegen einen sehr guten Gegner, der uns aber auch zu dieser Leistung zwang. Am Ende sprang ein Dreipunkte Vorsprung und ein sicherer Sieg heraus.

 

Wohl verdient starteten wir mit einer warmen Dusche und mächtig Hunger in den Abend bei dem heiß ersehnten All-you-can-Eat BBQ. Mit viel Musik, warmen Temperaturen und gutem Bier wurde es eine lange Nacht, deren zwischenzeitlicher Höhepunkt der ungefährdete Beerrace Sieg von DJ Duke und Korbi war (DJ Duke ist unser Haus eigener DJ der seinen Flow auf unsere Party beim Inside Outside noch unter Beweis stellen wird). Alle Erzählungen dieser Nacht gab es dann nochmal zuhause beim After-Tournament-Nudelessen zu hören. Alle die das verpasst haben müssen wohl nächstes Jahr wieder mitkommen und eigene Geschichte schreiben…

 

Nun kam der vom Coach befürchtete Sonntagmorgen und ein Team dessen Teambonding in der Nacht jedem einzelnen ins Gesicht geschrieben stand. Aber es half nichts, das Viertelfinale gegen Zawierucha aus der Polnischen Hauptstadt Breslau (Warsaw) wartete. Leider verschlief wir den Start und lief lange einem 3 Punkte Rückstand hinterher. Am Ende wachten alle durch eine intensive Mannverteidigung auf. Es wurde Break um Break zurückgeholt. Als die Zeit vorbei war, stand unser Pull an. Eine Defense mit Punkt war Pflicht um den Univerpoint zu erzwingen. Doch obwohl die Polen in den letzten Punkten immer wieder Fehler machten, hielten jetzt deren Nerven und sie verwandelten ihren Matchpoint. Verdient gewannen sie ein intensives Sonntagmorgenspiel, das nach den ersten 10 Minuten auch dem Niveau eines Viertelfinales gerecht wurde.

 

Nun im unteren Halbfinale warteten 4 Hands auf ihre Revanche. Ein intensives Spiel gipfelte leider in einem Regeldisput, der das Spiel überschattete. Im Kern ging es um einen Pick-Call und die nachträgliche Position der Scheibe die im Anschluss noch weiter gepasst wurde. Streit gab es ob die Scheibe 15m weiter Richtung Endzone ins Spiel gecheckt wird oder nicht. Unser Standpunkt war das der Call das Spielgeschehen nicht beeinflusst hätte. 4 Hands sah es anders und bestand auf der Stoppage in dem Moment in dem der Call passierte. Nach langen Disput unterbrachen die Captains die Diskussion und das Spiel wurde fortgesetzt. Bis auf die zwei Spieler die in dem Call verwickelt waren, war die Stimmung auf und neben dem Feld dadurch aber keines falls gestört. Dennoch gab es im Anschluss die schlechteste Spiritwertung des Turniers für das Spiel. Im Nachhinein hoffen wir dennoch das unser Captain die Bande mit den Polen nächste Woche auf einem Beachturnier wieder flicken kann. Denn es hat uns unglaublich viel Spaß gemacht auch dieses Spiel in den Universpoint gehen zu sehen. Es war physisch absolut eine Herausforderung für jeden von uns und der Spaß kam dabei keineswegs zu kurz. Auch wenn die Polen dann doch ihre Revanche bekamen und uns knapp schlugen.

 

Im Spiel um Platz 7 schloss sich der Kreis im Turnier wie letztes Jahr wieder (erster Gegner = letzter Gegner). Es wartete wieder UTKA auf uns. Dieses Mal machten uns die Niederländer viel mehr Druck und auch ihre Offence klappte viel besser. Dennoch waren wir zu diesem Zeitpunkt des Turniers einfach schon so eingespielt und auch unsere Offence so abgeklärt, das bis auf einen 15 Minuten Punkt, in dem es keinem Team gelang die Scheibe in der Endzone zu fangen, am Ende ein klarer Sieg für uns stand.

 

Mit guter Leistung auf dem Feld und während der Party beendeten wir das Turnier mit dem siebenten Platz.

 

(Turnierbericht von Hede)