Subbä Bambärcha Durnierla 2016

 

Platzierung: 9/12

Spirit: n.a.

Wer:  Juli, Christina, Kerstin, Franzi, Anna, Sophie, Etta, Paul, David, Martin, Max, Enzo, Moritz

 

Bericht:

Am Freitag den 29.05.2016 reisten 13 motivierte Regensburger und Pickup-Spieler per Flugzeug, Bahn, Fernbus, Auto und Fahrrad zum 6. SBD nach Bamberg an, um die Outdoor-Saison für uns zu eröffnen. Zum ersten Mal in der Geschichte von Ultimate Regensburg traten dabei mehr Frauen als Männer auf einem Turnier an.

Nach einem leckeren Willkommensessen und einer verfrorenen Nacht stand auch schon das erste Spiel gegen NextGeneration aus Nürnberg an. Leider starteten wir mit der, den Regensburgern üblichen, Verschlafenheit in das erste Spiel. Nürnberg warf viele lange Hucks, gegen die wir mit unserer Man-Defence kein Mittel fanden. Im letzten Punkt verfehlte Moritz um Zentimeter die Defence und wir mussten uns mit einem 5:6 geschlagen geben.

Als nächstes begegneten wir den Hallunken aus Halle. Regensburg begann das Spiel wieder zu wenig wach und ließ Halle durch zu viele individuelle Fang- und Wurffehler wegziehen. In der zweiten Hälfte des Spiels wachten wir dann auf. Das Team fand zum ersten Mal auf dem Turnier richtig zusammen und feuerte sich von der Sideline und Feld kräftig an. So konnten wir uns noch einmal ran kämpfen, verpassten aber leider mit dem Endjingle knapp die Chance auf Unentschieden – Endstand: 6:8.

Hoch konzentriert stiegen wir in das Spiel gegen Chemnitz ein. Alle kämpften in Offence und Defence um jede Scheibe und so konnten wir das Spiel letztendlich mit 8:5 für uns entscheiden.

Im anschließenden Beerrace traten Christina und Enzo, der sein erstes Turnier für Regensburg spielte, an. Trotz perfektionistischer Gedächtnisleistung erreichten die Beiden als Vorletzte das Ziel. Gelohnt hat es sich trotzdem: die beiden kamen in den Genuss von echtem Bamberger Rauchbier und Klößen.

Im letzten Spiel des Tages begegneten wir den Maultaschen aus Tübingen. Trotz konzentrierter Leistung hatten wir enorm mit deren Zonen-Defence zu kämpfen. Wir warfen saubere Swing-Pässe im Aufbau, fanden aber nur wenige Chancen den Stack nach vorne anzuspielen. Im Gegenzug machten wir den Maultaschen mit unserer Man-Defence das Leben schwer, sodass wir letztendlich das Spiel mit vielen Turns und mit einem 7:9 beendeten.

Nach dem wohlverdienten Abendessen führten uns die „Einheimischen“ David und Sophie auf einer kleinen Tour durch Bamberg. Auf dem Michaelsberg genossen wir unser Eis, die Aussicht über die Bamberger Altstadt und nicht zuletzt interessante Diskussionsthemen. Auch auf der Party zeigte Regensburg eine starke Teamleistung und war am Ende der Party um 5 Uhr noch mit einer (der Personenzahl nach) spielfähigen Line vertreten.

Nachdem die Disckicks am Abend recht arrogante Aussichten über den Spielausgang zum Besten gegeben hatten, starteten wir trotz kurzer Nacht richtig heiß in das Sonntagmorgenspiel. Auch wenn wir nicht mit einem Sieg rechneten, wollten wir es den Berlinern schwer machen und zeigen, wozu die Regensburger Mannschaft fähig ist. Der Plan ging auf – wir holten mit unserer harten Man-Defence viele Turn Overs und spielten in der Offence gut gegen die Zone. Leider scheiterte es oft am letzten Wurf, sodass das Ergebnis mit 2:6 deutlicher klingt, als es sich anfühlte. Trotzdem schätze uns Disckick im Spiritkreis als Pool Zweiter ein und nicht als der 5., der wir der Tabelle nach waren. Wir bereiteten ihnen abgesehen vom Finale ihr knappstes Ergebnis auf dem Turnier und gingen so zufrieden aus dem Spiel.

Jetzt im unteren Pool gelandet, spielten wir als nächstes gegen die Fuldimates. Regensburg begann das Spiel mit enorm unkonzentrierter Leistung in Offence als vor allem auch in der Defence und ließ somit die Fuldimates mit 5:3 hinter sich. In einem Timeout rissen wir uns dann aber zusammen und konnten am Ende mit 8:6 vorbeiziehen.

Im anschließenden Spiel gegen den Ausrichter Wurfkultur Bamberg machte sich – erneut gegen eine Zonendefence – zum ersten Mal die durchwachte Nacht bemerkbar. Bei den langen Punkten mit vielen Turnovers machten langsam aber sicher die Regensburger Beine und Köpfe schlapp, sodass die Bamberger nach einem 4:4 Gleichstand davonzogen und das Spiel mit 7:4 für sich entschieden.

Unser letzter Gegner war dann erneut NextGeneneration aus Nürnberg, diesmal mit Verstärkung von Melvyn. Gegen den auch in Regensburg spielenden Teamkollegen wollte sich die Mannschaft keine Blöße geben und beschloss trotz des anstrengenden Wochenendes ein letztes Mal richtig Gas zu geben. Nach einem 2:2 Gleichstand zogen die Nürnberger aber 4:2 und dann 5:3 davon, sodass der Sieg mit Start des Jingles in weite Ferne gerückt schien. Regensburg zeigte hier aber mentale Stärke und erreichte schließlich mit Ablauf der Zeit die Chance auf unentschieden. Im Gegensatz zum ersten Spiel gegen Nürnberg konnten wir zeigen, dass wir durch bessere Laufwege und Positionierung die langen Pässe der Nürnberger konsequent verhindern können. Unsere Verteidigung holte sich erneut die Defence und konnte auf 5:5 ausgleichen. Trotz Spielende wurde so der Universe-Point ausgespielt. Es wurden die fittesten und heißesten Spieler auf die Line gerufen, die hart die Defence erkämpfen und den Punkt souverän verwandelten. Regensburg holte damit mit einem 6:5 Sieg den 9. Platz. Nicht unbedingt eine Platzierung, mit der wir zufrieden sind, aber eine Teamleistung und individuelle Steigerung der einzelnen Spieler, auf die wir stolz sein können.

Als einzige Kritik bei dem großartig organisierten Turnier ist die Einordnung als Mixed-Turnier zu sehen. Wir freuen uns immer neue, junge Frisbeespieler in unseren Reihen begrüßen zu dürfen. Aber ob es der richtige Weg ist, teilweise an den 2 Meter kratzenden, 16jährige von der Leistungsfähigkeit mit Frauen gleichzusetzen ist fraglich. Gerade bei längeren Laufduellen bleiben dabei die Frauen chancenlos, wogegen sich die Junioren durchaus gegen ältere Spieler durchsetzt können. Das schadet zum einen dem Begriff Mixed, als auch der Leistung der so eingesetzten Jugendlichen.

Dennoch war die Leistung die Disckick mit ihren jungen Spielern geleistet hat sehr schön anzusehen und sie sind ein würdiger Sieger des Turniers. Dabei setzten sie sich in einem bis zum Schluss spannendem Finale gegen Sugar Mix. Es waren schöne und umkämpfte Spiele an diesem Wochenende, bei denen uns unsere Pickup-Spieler Etta und Moritz großartig unterstützt haben.

 

Danke auch an Bamberg für das Turnier. Es hat auch dieses Jahr wieder unglaublich viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon jetzt auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.

(Turnierbericht von Kerstin & Paul)